Welch ein Wirrwarr um einen toten Weihnachtsmann

Der Weihnachtsmann ist tot, es lebe Nikolaus, der hl. Bischof von Myra!

Der hl. Nikolaus war Bischof von Myra und der Weihnachtsmann ist ein toter Mann!

Wer sich gemäss dem liturgischen Kalender am 6. Dezember auf das Fest des hl. Nikolaus freut und es begeht, der ist sicherlich erstaunt, wenn nicht sogar etwas verärgert, dass vor allem im Fernsehen die phantasievolle Kultfigur rund um den „Weihnachtsmann“ grassiert. Warum hat aber dieser für Werbung posierende sogenannte „Weihnachtsmann“ soviel Popularität und was hat der mit Weihnachten zu tun? Ich behaupte mal: Gar nichts! Wiederum, wer weiss, worum es bei Weihnachten eigentlich geht, der kann mit dieser Phantasiefigur nichts anfangen. An Weihnachten feiert die heilige Kirche Jesu Christi in Ost und West, ja sogar alle, die sich als Getaufte Christen nennen dürfen, feiern die Geburt Jesu Christi, des Sohnes des lebendigen Gottes, des Vaters, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dem Vater lebt und herrscht von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Wenn also jemand ein Mann extra für Weihnachten wäre, dann am ehesten Jesus Christus selbst. Aber Jesus Christus wollte als Baby, als Kind der Gottesmutter Maria, empfangen durch den Heiligen Geist (siehe Glaubensbekenntnis), auf die Welt kommen. Jesus hätte sich sicher nicht als Nikolaus verkleidet und durch die Kamine auf den Hausdächern heruntergelassen oder in einer von Rentieren gezogenen Kutsche zu den Kindern dieser Welt begeben, wenn er am Weihnachtstag selbst als Geschenk, als Kind, kommen wollte. Christus selbst ist das Geschenk schlechthin.

Haben gewisse Menschen die Geschichte vergessen, vielleicht deshalb, weil sie nicht an ihn als Kind in einer Krippe glauben und dann eine andere, passendere Geschichte erfunden? Die Geschichte kann man nicht erfinden, Geschichte hat immer Anhaltspunkte in der Wirklichkeit, anhand derer die Geschichte erst real wird. Die Geschichte mit der Geburt Jesu, der Menschwerdung Gottes, ist nicht erfunden! Mit Märchen wie mit dem Werbung betreibenden Weihnachtsmann hat die Geschichte nichts zu tun: Es war einmal ein Kind, das an Weihnachten auf die Welt kommen wollte und in Gestalt des Weihnachtsmanns Coca Cola trank und Geschenke verteilte … So ein Unsinn! Wo bleibt denn der Einspruch der Feministinnen und Feministen? Da muss doch noch eine Frau her: die Weihnachtsfrau! Dass es die noch nicht gibt? Oder habe ich diese Figur gerade eben erfunden? Ach, alles Blödsinn, ich bin alles andere als ein Feminist!

Der hl. Nikolaus bleibe Bischof von Myra und der Sohn Gottes bleibe an Weihnachten das göttliche Kind namens Jesus, das in einer Krippe in Bethlehem zur Welt kam. Das ist die Geschichte, die die Welt irreversibel veränderte. Da kann die Lügen-, Todes-, Werbe- und Handelsmaschinerie Satans, der Christus am Kreuz umbringen wollte, nichts mehr ändern. Im Gegenteil, Geschichte ist, dass Christus am dritten Tage wieder auferstanden ist, selbst dann, wenn die Auferstehung geleugnet wird. Von wegen umbringen! Geschichte ist, dass jetzt der Satan für immer besiegt ist. Und an Weihnachten feiern wir (Christen) Gottes liebevolles Eingreifen in unsere Geschichte, unserer Erlösung von der menschlichen Tragöde von Hass, Lügen, Verführung, Sündenfall, Erbschuld und Tod. Jetzt kommen Liebe, Wahrheit, Erlösung, Friede, Freude, Gerechtigkeit, Verantwortung, Auferstehung zum Leben und Erbschaft.

Weitere Hinweise und Quellen